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Freudiger Moment in der Natur

Somatic Experiencing Berlin

Die wissenschaftlich fundierte Methode von Dr. Peter Levine – sanft, sicher und ohne Retraumatisierung.

✓ Zertifizierte SE-Praktiker:innen✓ Für Schock- & Entwicklungstrauma✓ Berlin & Online · 80€–120€

Was ist Somatic Experiencing?

Somatic Experiencing (SE)® ist eine körperorientierte Methode zur Auflösung von traumatischem Stress, entwickelt von Dr. Peter Levine über Jahrzehnte klinischer Arbeit und Forschung. Die Kernerkenntnis: Trauma ist keine Störung, sondern eine unvollständige biologische Reaktion, die im Nervensystem vollendet werden kann.

SE basiert auf der Beobachtung, dass wilde Tiere trotz ständiger Bedrohung selten traumatisiert sind. Sie verfügen über angeborene Mechanismen, um hohe Aktivierung zu entladen. Menschen haben diese Fähigkeit auch – sie muss nur wieder aktiviert werden.

SE‑Therapie arbeitet direkt mit dem Trauma des Nervensystems: über Körperwahrnehmung, Schutzreflexe und dosierte Entladung lernt dein System wieder flexible Regulation – sanft und sicher.

„Trauma entsteht nicht durch das Ereignis selbst, sondern wenn die mobilisierte Überlebensenergie nicht entladen werden kann und im Nervensystem gebunden bleibt.“ – Dr. Peter Levine

Mehr Informationen bei Somatic Experiencing® International.

SE-Therapeut:innen ansehen

Alle zertifiziert · Termine diese Woche möglich

Der SE‑Prozess: Sicher und selbstreguliert

Eine typische SE‑Sitzung

  1. Ankommen und Orientierung (5–10 Min.): Sich im Raum orientieren, Kontakt zum Hier und Jetzt.
  2. Ressourcen etablieren (10–15 Min.): Sichere Körperempfindungen finden, positive Erinnerungen aktivieren.
  3. Achtsame Annäherung (20–30 Min.): Langsames Berühren der Aktivierung, Tracking, Pendeln zwischen Aktivierung und Ressource.
  4. Entladung und Integration (10–15 Min.): Natürliche Entladung (z. B. Zittern, Wärme), Neuverhandlung statt Wiederholung.
  5. Stabilisierung (5–10 Min.): Zurück zu Ressourcen, Verankerung der neuen Erfahrung.

Wichtig: Kein Wiedererleben des Traumas – SE arbeitet mit der gefühlten Gegenwart.

Für wen ist SE besonders geeignet?

Besonders hilfreich bei:

Schocktrauma (Unfälle, Überfälle, Naturkatastrophen)
PTBS und Panikattacken
Chronische Schmerzen und Fibromyalgie
Frühe medizinische Traumata und Geburtstrauma
Schlafstörungen und Dissoziation
Chronisches Erschöpfungssyndrom

SE vs. andere Traumatherapien

MethodeAnsatzBesonders geeignet für
SENervensystem‑RegulationSchocktrauma, somatische Symptome
EMDRBilaterale StimulationPTBS mit klaren Erinnerungen
Trauma‑VTKognitive UmstrukturierungWenn Denkmuster im Vordergrund
NARMEntwicklungs‑/BeziehungsmusterFrühe Bindungstraumata

SE kann hervorragend mit anderen Methoden kombiniert werden.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Theoretische Fundierung

Somatic Experiencing integriert verschiedene wissenschaftlich fundierte Ansätze:

  • Polyvagal-Theorie (Stephen Porges): Das autonome Nervensystem als soziales Engagementsystem
  • Traumaforschung (Bessel van der Kolk): Der Körper erinnert – somatische Speicherung von Trauma
  • Neuroplastizität: Das Nervensystem kann neue, sichere Muster lernen
  • Ethologie: Tiermodelle zeigen natürliche Trauma-Entladung
  • Körperpsychotherapie: Integration von Reich, Lowen und modernem Traumawissen

Aktuelle Evidenzlage

Transparenzhinweis: SE ist gut etabliert in der Praxis, die Forschungslage wächst kontinuierlich.

  • RCT-Studie (Brom et al., 2017): Signifikante Reduktion von PTBS-Symptomen
  • Studie zu chronischen Rückenschmerzen (Andersen et al., 2017): Verbesserung bei komorbider PTBS
  • Verschiedene Fallstudien zeigen Wirksamkeit bei Schocktrauma und somatischen Beschwerden
  • SE ist von der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) als emerging treatment anerkannt

SE‑Übung: Orientierung im Raum

  1. Lass deinen Blick langsam wandern – ohne zu suchen, einfach schauen.
  2. Folge deiner natürlichen Neugier – was zieht deine Aufmerksamkeit an?
  3. Bewege dabei sanft den Kopf – spüre die Nackenbewegung.
  4. Bemerke Veränderungen – Atmung? Entspannung? Gähnen?

Diese einfache Übung signalisiert Sicherheit und ist die Basis jeder SE‑Arbeit.

Die SE‑Kernkonzepte

1. Titration – Die Kunst der Dosierung

Traumatische Aktivierung wird in kleinsten Einheiten bearbeitet – wie ein Tropfen Essenz in Wasser. Dies verhindert Überflutung und ermöglicht Integration.

Beispiel: Statt die ganze Unfallsituation zu aktivieren, nur die leichte Anspannung im Nacken spüren.

2. Pendulation – Der natürliche Rhythmus

  • Von Aktivierung zu Beruhigung
  • Von Kontraktion zu Expansion
  • Von Dysregulation zu Regulation

3. Ressourcenbildung

  • Körperliche Ressourcen: Orte der Ruhe im Körper
  • Äußere Ressourcen: Positive Erinnerungen, Menschen
  • Gegenwärtige Ressourcen: Sicherheit im Hier und Jetzt

4. Felt Sense – Die Sprache des Körpers

  • Kribbeln, Wärme, Enge, Weite
  • Bewegungsimpulse
  • Subtile Veränderungen

Das SIBAM‑Modell: Integration der Erfahrung

Trauma fragmentiert unsere Erfahrung. SE integriert fünf Kanäle:

  • S – Sensation (Empfindung): Was spürst du gerade?
  • I – Image (Bild): Innere Bilder, Farben, Formen
  • B – Behavior (Verhalten): Bewegungsimpulse, Gesten, Haltungen
  • A – Affect (Affekt): Emotionen, die auftauchen dürfen
  • M – Meaning (Bedeutung): Gedanken und Interpretationen

Integration dieser Elemente = kohärente Erfahrung = Heilung.

SE‑Prinzipien

Sicher & sanft

Kein Nacherleben. Wir arbeiten ressourcenorientiert und dosiert.

Körperbasiert

Interozeption, Orientierung, Schutzreflexe – der Körper zeigt den Weg.

Biologisch vollständig

Unvollendete Reaktionen (Fight/Flight/Freeze) behutsam abschließen.

Unsere Somatic Experiencing Therapeut:innen

Zertifizierte SE-Praktiker:innen (SEP) – nach Dr. Peter Levine

Adel Hassanein
Adel Hassanein
Somatic Experiencing
OnlineVor Ort

Zu mir kommen Menschen, die sich häufig gestresst, ängstlich und innerlich unsicher fühlen und erleben, dass Kopf und Körper nicht im Einklang sind. Im entscheidenden Moment handeln sie oft anders, als sie es sich vornehmen. Sie geraten immer wieder in ähnliche Konflikte. Es fällt ihnen schwer, klare Grenzen zu setzen und für sich einzustehen. Trotz großer Anstrengung kommen sie im Leben und Beruf nicht so voran, wie sie es sich wünschen. Stattdessen haben sie das Gefühl, an einer inneren Mauer zu stehen.

Verfügbar
Magdalena Szczesny
Magdalena Szczesny
NARMSomatic Experiencing
Online

Zu mir kommen Menschen, die …spüren, dass etwas in ihnen gehört werden möchte. …die sich nach mehr Ruhe, Echtheit und Verbundenheit sehnen. …die vielleicht schon vieles versucht haben – und merken, dass es tiefer geht. …die sich selbst wieder näher kommen möchten, ohne Druck und ohne sich zu verlieren. …die beginnen möchten, ihrem Körper zuzuhören.

Verfügbar
Antonela Mandic
Antonela Mandic
Somatic ExperiencingCore Energetics
OnlineVor Ort

Zu mir kommen Menschen, die tried talking therapy and feel they have reached a plateau - they are willing to work with the unconscious mind, messages from their body and heal on a deeper level.

Verfügbar
Sandra Mandl
Sandra Mandl
NARMSomatic Experiencing
OnlineVor Ort

Zu mir kommen Menschen, die sich nicht ganz bei sich, in ihrem Körper nicht angekommen fühlen, gestresst oder erschöpft sind, ohne genau benennen zu können, warum, innere Anspannung spüren oder sich selbst nicht gut spüren

Verfügbar

Häufige Fragen

Wie viele Sitzungen brauche ich?
Bei Einzeltrauma oft 5–15 Sitzungen. Bei komplexeren Themen entsprechend länger. SE ist in der Regel kürzer als reine Gesprächstherapie.
Muss ich mein Trauma erzählen?
Nein. SE arbeitet mit dem, was im Körper präsent ist (Felt Sense). Details sind häufig nicht nötig.
Kann SE schaden?
Bei qualifizierten Praktiker:innen ist SE sehr sicher. Durch Titration bleiben wir im tolerierbaren Bereich und vermeiden Überforderung.
Unterschied zu allgemeiner Körpertherapie?
SE fokussiert spezifisch auf Trauma und Nervensystem‑Regulation – nicht auf allgemeine Körperarbeit.
Werde ich berührt?
SE kann mit oder ohne Berührung praktiziert werden. Wenn Berührung, dann ausschließlich mit expliziter Zustimmung.
Kostenübernahme?
Private Kassen übernehmen teils. Gesetzliche Kassen nur, wenn die behandelnde Person approbiert ist. Viele SE‑Praktiker:innen arbeiten als Heilpraktiker.
Wird die Psychotherapie bei meiner Krankenkasse dokumentiert?
Nein. Es erfolgt keine Kassenabrechnung, kein Eintrag in deiner Krankenakte und keine ICD-10-Diagnose bei der Kasse.
Wie schnell bekomme ich Vorschläge?
Du erhältst sofort passende Therapeut:innen-Vorschläge basierend auf deinen Angaben. Termine sind in der Regel noch diese Woche möglich.
Warum Körperpsychotherapie?
Viele Menschen verstehen ihre Probleme bereits – sie wissen, woher ihre Ängste kommen. Aber Verstehen allein führt nicht zu Veränderung. Trauma und festgefahrene Reaktionen leben im Nervensystem. Körperpsychotherapie arbeitet direkt mit dem Körper, um diese Muster zu lösen.
Körperpsychotherapie online – wie geht das?
Viele unserer Therapeut:innen bieten Sitzungen per Videocall an. Körperwahrnehmung, Atemarbeit und somatische Achtsamkeit funktionieren auch über Bildschirm – du brauchst nur einen ruhigen Raum und eine stabile Internetverbindung. Ideal, wenn keine passende Therapeut:in in deiner Nähe ist oder du deine Therapie ortsunabhängig und flexibel gestalten möchtest.

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